Literatur

Gelingen und Scheitern zwischenmenschlicher Kommunikation

Zwischenmenschliche Kommunikation ist für das gesellschaftliche Miteinander unverzichtbar und ein allgegenwärtiges Thema wissenschaftlicher und nicht-wissenschaftlicher Überlegungen.

Viele der in diversen Ratgebern und Studien vertretenen Theorien beginnen ihre Ausführungen mit der Übertragung des informationstheoretischen Sender-Empfänger-Modells auf den Prozess der zwischenmenschlichen Verständigung. Dieses sehr populäre Modell weist aber nach Ansicht von Henrik Dindas gravierende Mängel auf.

Der Autor stellt daher dessen (unbedachte) Übertragung in der vorliegenden Studie umfassend in Frage. Er stützt sich dabei auf semiotische Ansätze von Charles Sanders Peirce sowie der Würzburger Schule der Denkpsychologie – mit besonderem Fokus auf das Werk Karl Bühlers. Sprache avanciert dabei zum Medium der Selbsterfahrung des Menschen und veranschaulicht die Absurdität der bekannten Aussage, man könne »nicht nicht kommunizieren«.

Henrik Dindas diskutiert prominente Kommunikationsmodelle und vergleicht diese mit dem Semiotik-Verständnis des irischen Schriftstellers Samuel Beckett, für den Kommunikation ein zentraler Aspekt in seinem Werk war.


Die Bedeutung einer transferorientierten Lehre an Hochschulen

Die akademische Ausbildung beinhaltet sowohl gegenwärtig als auch zukünftig die Vermittlung einer soliden fachlich-methodischen Basis. Am Beispiel der Digitalen Transformation und den damit verbundenen Auswirkungen auf fast alle Lebensbereiche wird jedoch stärker denn je sichtbar, dass ein Studium in vielen Belangen nur begrenzte Zeit aktuelle Inhalte und Handlungskompetenzen vermitteln kann (Hochschulbildungsreport 2020, Jahresbericht 2018). Je schneller der technologische und der damit verbundene gesellschaftliche Wandel fortschreitet, umso mehr rücken Transfer- und Problemlösekompetenz sowie damit einhergehend die Fähigkeit, selbstständig und selbstgesteuert zu lernen und zu arbeiten, in den Vordergrund.

 

Der vorliegende Band 2 der Schriftenreihe des KCD KompetenzCentrum für Didaktik in der Hochschullehre für Berufstätige an der FOM Hochschule gibt anhand eines Einführungsbeitrages sowie ausgewählter Berichte aus den Innovativen Lehrprojekten einen Überblick zum Stand des Diskurses zur modernen Lehre. Besonderes Augenmerk ist zudem auf zwei internationale Gastbeiträge zu legen, die Praxis- und Wissenschaftsorientierung sowie Weiterbildung an der Hochschule Luzern thematisieren.